geschrieben von: Hedayat am Freitag, 18. Juli 2008, 14:20 Uhr
Washington (AFP) — Angesichts der bedrohlichen Sicherheitslage in Afghanistan wollen die USA mehr Soldaten an den Hindukusch schicken. Das Pentagon suche nach Wegen, "lieber früher als später" weitere Truppen in dem Land zu stationieren, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates bei einer Pressekonferenz mit Generalstabschef Michael Mullen in Washington. Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen worden. Beide US-Vertreter forderten auch mehr Einsatz von Pakistan, um das Eindringen von Taliban aus dem Grenzgebiet nach Afghanistan zu verhindern.
US-Soldaten in Kabul
Die Bedrohung in Afghanistan nehme zu, sagte Mullen. "Es ist ein härterer Kampf, es ist ein komplexerer Kampf." Deshalb bräuchten die US-Befehlshaber in Afghanistan weitere Truppen, um langfristige Erfolge verbuchen zu können. Gates sagte, die USA arbeiteten derzeit hart daran, Verstärkung schicken zu können. Eine endgültige Entscheidung stünde aber noch aus.
geschrieben von: Hedayat am Freitag, 18. Juli 2008, 14:17 Uhr
Während die US-Wahlkämpfer Obama und McCain noch über den Irak streiten, bereitet Bush eine neue Außenpolitik vor. Ein Kommentar von Stefan Kornelius
Obamas schlimmster Fehler: Er verspricht zu viel, und das noch zu konkret. Foto: AFP
Barack Obamas Wahlkampf rauscht seinem ersten Tief entgegen. Nach der zermürbenden Feldschlacht gegen Hillary Clinton und den überzeugenden Liebesbeweisen der eigenen Anhänger steht dem Kandidaten die Mühsal der Ebene bevor, oder besser: die Dürre der Sommermonate.
Plötzlich werden die Schwächen Obamas erkannt. Die satirisch-bissige Darstellung aller Anti-Obama-Klischees auf dem Titel des New Yorker - als ein mit Osama bin Laden sympathisierender Muslim samt Ehefrau in Afro-Kampf-Montur vor brennender US-Flagge - hat am Ende auch noch seine Humorlosigkeit entlarvt. Nicht mal lachen darf man über Obama, das könnte als rassistisch interpretiert werden.
geschrieben von: XY am Mittwoch, 16. Juli 2008, 16:56 Uhr
Entführungsopfer Harald Kleber (Archivfoto aus dem Jahr 2002): Abgelegt im Wasserloch?
Deutsche Behörden hatten es schon lange befürchtet - nun bestätigten es die Afghanen SPIEGEL onLINE offiziell: Die deutsche Geisel Harald Kleber, entführt im Dezember 2007, ist tot. Bisher aber wurde die Leiche des Schreiners noch nicht gefunden. Kabul/Berlin – Die afghanischen Behörden in Herat gehen davon aus, dass der entführte deutsche Schreiner Harald Kleber tot ist. "Ich habe zuverlässige Informationen vom Geheimdienst NDS, dass der Deutsche tot ist", sagte Homayon Kamgar, Chef des Außenamtsbüros von Herat SPIEGEL onLINE. Laut den Angaben wurde der zum Islam konvertierte Deutsche von seinen Entführern getötet. "Wir wissen, dass er tot ist, haben aber seine Leiche noch nicht gefunden", so Kamgar weiter.
geschrieben von: Hedayat am Montag, 14. Juli 2008, 10:29 Uhr
"New York Times": Regierung denkt wegen veränderter Sicherheitslage über Truppenverschiebungen nach
New York - Die US-Regierung denkt einer Zeitung zufolge über einen rascheren Truppenabzug aus dem Irak nach, um zusätzliche Einheiten für den Kampf in Afghanistan frei zu machen. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, berichtete die "New York Times" vom Sonntag unter Berufung auf Regierungskreise. Aber ein bis drei der derzeit 15 Kampfbrigaden im Irak könnten zwischen September und dem Amtsende der Regierung von Präsident George W. Bush im Jänner 2009 verlagert oder für einen Abzug vorbereitet werden.
Grund sei neben der Verbesserung der Sicherheitslage im Irak auch die Verschärfung der Situation in Afghanistan. Im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban dort haben die USA und ihre Verbündeten in den vergangenen Monaten höhere Verluste erlitten als im Irak.
geschrieben von: Hedayat am Montag, 14. Juli 2008, 10:25 Uhr
Brüssel (Reuters) - In Afghanistan sind bei Kämpfen gegen die Taliban neun US-Soldaten getötet worden.
Es habe ein über den gesamten gehendes Feuergefecht mit den Militanten im ostafghanischen Kunar an der Grenze zu Afghanistan gegeben, sagte ein Nato-Vertreter am Sonntag. Dabei seien auch "dutzende" Taliban getötet worden. Acht der ums Leben gekommenen US-Soldaten hätten der Nato-Schutztruppe Isaf angehört, ein weiterer einer separaten US-Einheit.
Zuvor am Sonntag hatte es bereits geheißen, bei Gefechten mit Aufständischen in Kunar seien mehrere Nato-Soldaten gefallen.
geschrieben von: XY am Sonntag, 13. Juli 2008, 17:04 Uhr
Ein neuerlicher Selbstmordanschlag erschüttert die Menschen in Südafghanistan. Mindestens 24 Menschen starben bei dem Blutbad auf einem Marktplatz in der Provinz Urusgan. Die Koalitionstruppen melden Erfolge im Kampf gegen Aufständische: 40 Kämpfer seien getötet worden.
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Kandahar - Unter den Opfern des Anschlags in Deh Rawood rund 400 Kilometer südwestlich von Kabul waren nach Angaben des Polizeichefs der Provinz Urusgan, Dschuma Gul Hemat, mindestens 20 Zivilisten sowie vier Polizisten. Zudem lägen 27 Verwundete im Krankenhaus. Die Mehrzahl der Opfer seien Händler und Kinder gewesen, die etwas auf der Straße verkauften, sagte ein Augenzeuge nach dem Anschlag. "Alles schwamm in Blut."
geschrieben von: XY am Freitag, 11. Juli 2008, 22:21 Uhr
US-Soldaten passieren einen Jungen in der Stadt Garmser in der Provinz Helmand: Empörung über zivile Opfer
Der Tag der Freude endete im Blutbad: In Ostafghanistan sollen US-Bomben 47 Hochzeitsgäste getötet haben, hat eine afghanische Kommission herausgefunden. Die US-geführten Streitkräfte wiesen die Vorwürfe zurück und wollen den Fall jetzt selbst untersuchen.
Kabul/Dschalalabad - Das Blutbad von Nangarhar - schreckliche Tragödie oder erfolgreicher Schlag gegen die Taliban? Nicht islamistische Kämpfer, sondern die feiernden Gäste einer Hochzeitsgesellschaft sei bei einem US-Luftangriff am vergangenen Sonntag in der ostafghanischen Provinz bombardiert worden - zu diesem Ergebnis kommt eine afghanische Untersuchungskommission, der Vertreter des Verteidigungsministeriums, des Geheimdienstes und des Parlaments angehören.
geschrieben von: XY am Freitag, 11. Juli 2008, 11:55 Uhr
Ein junger Mann aus Wiesbaden ist in Kabul ein großer Star: DJ Besho ist der erste Rapper Afghanistans Kabul International Airport. Ein Mann schreitet die Gangway eines Flugzeugs herunter und küsst, umringt von einer Fotografenmeute, den heißen Asphalt der Rollbahn. Er trägt einen weißen Anzug, eine Sonnenbrille und ein getrimmtes Hip Hop-Bärtchen. Nächste Einstellung: der Mann beim Landrover-Fahren. Er wedelt mit den Händen vor der Kamera rum und rappt auf Dari, einer der afghanischen Landessprachen, man hört einen spartanischen Beat mit Orientsample. Anschließend: Händeschütteln mit einem Turbanträger auf dem Basar. Die Botschaft des Mannes lautet: „Seht her, Leute, ich bin zurück.“
geschrieben von: XY am Freitag, 11. Juli 2008, 11:53 Uhr
Frauenfußball in Afghanistan.
Das Gastspiel der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft auf Einladung der deutschen Bundesregierung, des DOSB und des DFB im Raum Stuttgart ist noch in bester Erinnerung. Wer sich mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung dieser durch russische Invasion, den Bürgerkrieg und dem Taliban-Regime gedemütigten Menschen nur ein klein wenig auskennt, weiss um die Brisanz, die mit der Gründung ausgerechnet des Frauenfussballs durch das im Jahr 2003 nach Afghanistan entsandte deutsche DOSB/DFB-Trainerteam verbunden ist.
geschrieben von: XY am Freitag, 11. Juli 2008, 11:51 Uhr
In der griechischen Ägäis sind im Donnerstag 103 illegale Einwanderer aufgegriffen worden. Die meist aus dem Irak und Afghanistan stammenden Personen wurden von der Türkei nach Griechenland gebracht.
Der Zustrom illegaler Einwanderer nach Griechenland dauert an. Allein am Donnerstag seien in verschiedenen Regionen der Ägäis 103 illegale Zuwanderer aufgegriffen worden, teilte die Küstenwache mit. Vier mutmaßliche türkische Schleuser wurden festgenommen.
73 meist aus Afghanistan und dem Irak stammende Menschen wurden an abgelegenen Stränden der Insel Lesbos entdeckt. Einige von ihnen sagten Reportern lokaler Medien, jeder habe 1500 Euro für die Überfahrt von der Türkei nach Griechenland zahlen müssen. 30 weitere Zuwanderer entdeckte die Küstenwache an einem einsamen Strand der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki. Ihre Nationalität war zunächst unklar.